Der Wechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten meistern

Es stellt eine grosse Herausforderung dar, wenn zum ersten Mal Führungsverantwortung übernommen werden soll als einen Vorgesetzten. Vor allem wenn eine Beförderung aus einem Team heraus zu einer Führungsrolle ansteht, entstehen immer wieder schwierige Situationen, die nicht von jedem einfach gemeistert werden können. Schliesslich stehen auf der einen Seite die vielen Anforderungen, die mit der neuen Position einhergehen, auf der anderen Seite sind jedoch die ehemaligen Kollegen zu finden, die persönliche Erwartungen haben und die ebenfalls erst einmal mit der neuen Situation fertig werden müssen. Da gerade die ersten 100 Tage als oftmals sehr schwierig angesehen werden, helfen in so einem Fall entsprechende Seminare, die sich genau mit dieser Thematik beschäftigen und die dabei helfen diese Zeit so optimal wie möglich zu überbrücken. Denn nur wer seine ehemaligen Kollegen künftig erfolgreich durch weitere Projekte führen kann, der wird ein angenehmes Arbeitsklima schaffen und eine motivierende Zusammenarbeit ermöglichen.

Wie soll ich mich in so einer Situation Verhalten?

vertrag

Vor allem Nachwuchskräfte sehen sich bei der ersten Beförderung einer ungewohnten Situation gegenüber und wissen nicht genau, wie dieser Übergang nun von statten gehen wird. Die Kurse helfen jedoch dabei eine Analyse der neuen Anforderungen und Ressourcen durchzuführen und genau zu wissen, was die Vor- und Nachteile der neuen Position sind. Es werden Techniken vermittelt, die dabei helfen sollen sich so geschickt wie möglich zu positionieren. Auch werden die klassischen Fehler angesprochen, die unbedingt vermieden werden sollten – und entsprechende Lösungen geboten, sollte es doch einmal zu Schwierigkeiten kommen. Eine Vorbereitung auf die ersten Gespräche in der neuen Position ist durchaus sinnvoll, denn sowohl die ehemaligen Kollegen als auch die neuen Mitarbeiter und der neue Chef haben unterschiedliche Ideen, die alle vereint werden müssen. Der potentiell verletzte Stolz von ehemaligen Kollegen muss genauso berücksichtigt werden, da er sich nicht nur negativ auf persönliche Beziehungen, sondern auch auf die gesamte Abteilung auswirken kann.

Ebenfalls nicht immer ganz einfach für Nachwuchsführungskräfte ist das Delegieren von Mitarbeitern sowie die Abgabe von Verantwortung. Allerdings muss die eigene Zeit so effektiv wie möglich genutzt werden und auch die Wertschätzung der Mitarbeiter zeigt sich durch die Abgabe von Aufgaben. So müssen entsprechende Schlüsselbeziehungen entwickelt und genutzt werden, damit die Arbeitsprozesse effizient ablaufen können. Die vielleicht schwerste Lektion, die gelernt werden muss, ist die klare Abgrenzung zwischen Führungskräften und Untergebenen: Das Prinzip „Erster unter Gleichen“ funktioniert einfach nicht und selbst bei vorhandenen Freundschaften zu Mitarbeitern müssen klare Grenzen vorhanden sein, da es sonst schnell zu Missverständnissen oder Problemen kommt.